Serie fürs Herz – Bessere Chancen mit neuem Lebensstil

Ernährung, Bewegung, Bewusstsein - wie ein Herzinfarkt das Leben verändert


Herzleiden bereiten vielen Menschen in Deutschland Probleme. Wissen kann Leben retten, dafür setzt sich AXA in Kooperation mit der Deutschen Herzstiftung ein.

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Umgerechnet alle zwei Minuten streikt ein Herz in Deutschland. Zwei von drei Menschen überleben den Infarkt. Zusammen mit der Deutschen Herzstiftung setzt sich AXA dafür ein, die Chancen der Betroffenen auf lange Sicht zu verbessern.

Über 300.000 Menschen im Jahr trifft es in Deutschland: Ein Herzinfarkt greift in den Lebenslauf ein. Die Zahl der tödlichen Infarkte sinkt zum Glück immer weiter. Seit 1990 sind die Todesfälle um über 21 Prozent zurückgegangen (Herzbericht 2016 der Deutschen Herzstiftung). Effiziente Rettungssysteme und verbesserte therapeutische Notfallmaßnahmen retten viele Leben.  

Wer ein akutes Koronarsyndrom überlebt hat, ist aber weiterhin gefährdet: Ein Drittel der Patienten erleidet einen zweiten Infarkt, bei dem die Überlebenschancen wesentlich geringer sind. Die Gefahr hält nicht nur ein Jahr an, wie viele meinen, ein Herzinfarkt verändert das Leben für immer. Nur ein neuer bewusster Lebensstil verbessert die Prognosen für die Herzgesundheit. Dabei steht nicht nur Verzicht auf dem Plan, sondern auch Gewinn – denn gleichzeitig werden auch andere Gesundheitsrisiken gesenkt.


Das Risiko des Lebensstils?

Herz- und Kreislauferkrankungen sind weltweit die häufigste Todesursache. In Deutschland geht fast jeder vierte Todesfall  auf ein krankes Herz zurück, sagt der aktuelle Bericht der Deutschen Herzstiftung. Ähnlich alarmierend sind die Statistiken in den USA und England. Es fällt auf, dass dagegen die Herzinfarktrate in Japan niedriger liegt und in Frankreich und Spanien weniger Menschen an einem Herzleiden sterben als im EU-Durchschnitt. Das stärkt die Annahme, dass der jeweilige Lebensstil hier eine wichtige Rolle spielt. Tatsächlich belegen zahlreiche Studien, dass sich zum Beispiel die Mittelmeerküche positiv auf das Herz-Kreislauf-System auswirkt, das bestätigt auch der Kardiologe Professor Dr. Helmut Gohlke, Vorstandsmitglied der Deutschen Herzstiftung.


Wenn der Hochleistungsmotor streikt!

Bereits 22 Tage nach der Befruchtung der Eizelle beginnt das Herz des Embryos zu schlagen und pumpt dann ein Leben lang mit mehr als dreieinhalb Milliarden Herzschlägen rund 250 Millionen Liter Blut durch etwa 100.000 Kilometer Blutgefäße. Wenn wir ruhig sitzen, sind es fünf bis sieben Liter pro Minute. Bei körperlicher Belastung und Stress muss das Herz die Leistung deutlich erhöhen. Das funktioniert gut, so lange die Herzkranzgefäße, die das Herz mit sauerstoff- und nährstoffreichem Blut versorgen, weit, glatt und elastisch sind.

Wenn sich Ablagerungen in den Gefäßwänden bilden, lässt die Elastizität der Gefäße nach, es bilden sich Engstellen in den Koronararterien. Die Herzdurchblutung findet nicht mehr reibungslos statt, es kommt immer wieder zu Sauerstoffmangel im Herzmuskel – Tatbestand einer Koronaren Herzkrankheit, kurz KHK. Das sogenannte „akute Koronarsyndrom“ bedeutet zwei lebensbedrohliche Erscheinungsformen dieses Krankheitsbildes: Die instabile Angina pectoris, „Brustenge“, und der Herzinfarkt. Brustenge kündigt sich mit einschnürenden Beschwerden im Brustbereich an, die schließlich auch im Ruhezustand auftreten. Sie wird durch einen teilweisen Verschluss der Herzkranzgefäße ausgelöst.

Bei einem Herzinfarkt hingegen kommt es zu einem vollständigen Verschluss. Wenn es nicht gelingt, die Gefäße innerhalb weniger Stunden wieder zu öffnen, stirbt das Herzmuskelgewebe, das von der Blutzufuhr abgeschnitten ist, ab. Das betroffene Gewebe wird als Infarkt bezeichnet. Je größer das verschlossene Gefäß, desto größer auch der Infarkt. Beim akuten Infarkt ist das Risiko für den plötzlichen Herztod besonders hoch, wenn Kammerflimmern auftritt. Das bedeutet eine schwere Rhythmusstörung, bei der sich der Herzmuskel nicht mehr zusammenziehen kann. Das Blut wird nicht mehr weitergepumpt, das Herz-Kreislauf-System versagt. Ein tödliches Geschehen, wenn nicht sofort Gegenmaßnahmen wie eine Herzdruckmassage bzw. der Einsatz eines Defibrillators ergriffen werden.




Überleben. Und dann besser leben.

Das Wichtigste ist das Bewusstsein: Ein Herzinfarkt ist nicht vorbei, wenn Sie ihn überstanden haben. Es handelt sich nicht um ein vorübergehendes Ereignis, sondern meist um das Alarmsignal einer koronaren Herzkrankheit, die bestehen bleibt. Wer auf Dauer überleben will, muss besser leben. Das ist eine Umstellung, die anfangs nicht einfach ist, aber auf lange Sicht viele Vorteile mit sich bringt: leichter, aktiver und genussvoller leben.

Ernährung und Bewegung sind die beiden Beine, auf denen es in den neuen Alltag geht. Die Bestandteile einer herzgesunden Ernährung sind für Genießer geeignet: Viel Gemüse und Obst, weniger Fleisch, dafür mehr Fisch, wertvolle Pflanzenöle und Nüsse wegen der günstigen Omega-3-Fettsäuren. Die mediterrane Küche verbindet den gesunden Ernährungsstil mit Lebensfreude. Die Deutsche Herzstiftung hat ein neues hilfreiches Kochbuch dazu aufgelegt, das online zu bestellen ist unter: www.herzstiftung.de/Rezept-Tipps-Mittelmeerkueche/

Das Mehr an Bewegung kann ganz einfach im Alltag beginnen. In erster Linie bedeutet es, alte Gewohnheiten gegen neue einzutauschen: Treppe statt Aufzug, kleinere Besorgungen per Rad statt mit dem Auto, ein Spaziergang nach dem Essen statt der Ruhepause. Eine wichtige Unterstützung bei der Motivation leisten Herzgruppen: Mit ärztlicher Begleitung treffen sich Patienten zum Bewegungstraining und erlernen dabei auch andere Techniken herzgesunden Lebens wie Stressbewältigung und Entspannung – in der gleichgesinnten Gruppe fällt es vielen leichter, den „inneren Schweinehund“ vom Sport zu überzeugen. Rund 6.000 Herzgruppen sind in Deutschland flächendeckend an der Arbeit.

„Das Faszinierende an unseren Ergebnissen war: Man kann sein persönliches Risiko, an Herzinfarkt oder Schlaganfall zu sterben, fast abschaffen. Falls man es schafft, die vier Faktoren Rauchen, Diabetes, zu hoher Blutdruck oder Cholesterinspiegel zu vermeiden.”


Wissen rettet!

Der Herzinfarkt erscheint nur wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Meist gehen dem Ereignis lange Jahre mit einer riskanten Lebensweise voraus – viele Menschen leben am Rande des Infarkts, ohne es zu wissen. Die Deutsche Herzstiftung arbeitet seit 1979 für einen verbesserten Wissensstand. Ein hochkarätig besetztes Gremium von Experten engagiert sich ehrenamtlich, vor allem aber auch in unabhängiger Weise. Das ist für AXA, neben dem hohen Respekt für den Einsatz, ein Grund für die Kooperation mit der Herzstiftung. Wir sind überzeugt davon, dass viele Menschen mit besseren Informationen gesund bleiben können.

Was jeder wissen muss: Lebensgefahr!

Rufen Sie bei folgenden Symptomen sofort die 112:

  • starker Schmerz in der Brust, der in Arme, Oberbauch, Rücken, Hals oder Kiefer ausstrahlen kann
  • starkes Enge- oder Druckgefühl in der Brust
  • Luftnot, Unruhe, Übelkeit
  • blasse Gesichtsfarbe, kalter Schweiß auf Stirn und Oberlippe
  • Schwindel, Schwächeanfall, Bewusstlosigkeit

Was Frauen wissen müssen

Herzinfarkte machen sich bei Frauen oft tückisch mit unklaren Anzeichen bemerkbar – wie etwa mit starker Kurzatmigkeit, Übelkeit, Erbrechen oder Beschwerden im Oberbauch. Im Brustbereich handelt es sich statt starker Schmerzen häufiger um ein Druck- oder Engegefühl. Auch beim Risikoalter gibt es Unterschiede: Jüngere Frauen sind durch weibliche Hormone gut geschützt, erst ab 60 ziehen sie dann mit den Männern gleich. Auch die Gefahr des „stillen Infarkts“ gleicht sich mit dem Alter an: Bei mehr als der Hälfte der über 70-jährigen treten keine Brustsymptome auf. 25 Prozent aller Infarkte finden mit geringen oder sogar ohne Beschwerden statt und werden daher oft nicht rechtzeitig erkannt.


Vorteil AXA Das PLUS für Kunden von AXA


Machen Sie Ihre Gesundheit zur Herzensangelegenheit – AXA unterstützt Sie dabei.


Wer eine Herzerkrankung hat, weiß, wie sehr die Lebensqualität darunter leiden kann. Kunden von AXA können in diesem Fall ohne zusätzliche Kosten vom gesundheitsservice360° profitieren.

Unser Angebot an Sie ist eine exakt auf die Bedürfnisse von Herzpatienten zugeschnittene Patientenbegleitung. Neben der optimalen medizinischen Versorgung durch ein deutschlandweites Ärzte- und Kliniknetzwerk bietet Ihnen die Patientenbegleitung eine große Bandbreite begleitender Maßnahmen zur Sicherung des Therapieerfolges:
  • Hilfestellungen, Tipps und Anregungen, den Alltag und die Erkrankung im Griff zu behalten und die Lebenssituation zu verbessern
  • Telefonische Begleitung durch ihren persönlichen Gesundheitsberater
  • Koordination medizinischer Maßnahmen
Hier finden Sie weitere Informationen zur Patientenbegleitung.

Profitieren Sie von einem Netzwerk aus führenden Fachärzten


AXA kooperiert bundesweit mit hochqualifizierten Fachärzten, darunter auch Kardiologen, die nach speziell definierten Qualitätskriterien ausgewählt wurden. Als Herzerkrankter profitieren Sie bei unseren Partnerärzten von:
  • Einer schnelleren Terminvergabe
  • Schulungen durch speziell ausgebildetes Praxispersonal
  • Unterstützung bei Maßnahmen zur Verbesserung ihrer allgemeinen Gesundheit und Lebensqualität
Und hier geht es direkt zur Ärztesuche im Partnernetzwerk.  

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Weitere Artikel zur Serie fürs Herz

  • Risiken und Therapien. In Teil 2 der Serie fürs Herz können Sie Ihre Risiken checken und das Wichtigste über Erste Hilfe und moderne Therapien erfahren. Mit Checkliste!
  • Ja zum Leben, mit gesundem Lebensstil! Auch nach dem Infarkt ist es nicht zu spät. Kardiologe Dr. med. Franz Goss macht Mut zu einer bewussten Lebensweise und erklärt, wie Sport und Ernährung die Chancen verbessern, wieder gesund zu werden und es zu bleiben.
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