Serie Herzbewusst: Teil 1 – Bessere Chancen mit neuem Lebensstil



Umgerechnet alle zwei Minuten streikt ein Herz in Deutschland. Die Maßnahmen in den ersten 24 Stunden nach dem Infarkt sind lebensrettend. Eine Initiative setzt sich dafür ein, die Chancen der Betroffenen deutlich zu verbessern.

800 pro Tag, etwa 280.000 Menschen im Jahr trifft es in Deutschland: Ein Herzinfarkt ändert den Lebenslauf. Die Zahl der tödlichen Infarkte geht erfreulicherweise zurück: Im vergangenen Jahrzehnt ist die Zahl von 82 auf 68 Todesfälle pro 100.000 Einwohner gesunken (Herzbericht 2010 der Deutschen Herzstiftung). Wer ein akutes Koronarsyndrom überlebt hat, ist aber weiterhin gefährdet: Immer noch stirbt einer von acht Patienten innerhalb eines Jahres. Da kann viel getan werden, wenn sich das Bewusstsein für das dramatische Alarmsignal unseres Lebensmotors verbessert.


Überleben. Und dann besser leben!

Die „Initiative Herzbewusst – Leben nach dem Herzinfarkt“ setzt sich seit November 2010 mit einer groß angelegten Informationskampagne dafür ein, dass ein Herzinfarkt als Wendepunkt des Lebensstils begriffen wird: „Wir möchten Ärzte, Patienten und die breite Öffentlichkeit dafür sensibilisieren, dass ein Herzinfarkt kein kurzfristiges, einmaliges Ereignis ist, sondern das Leben des Patienten langfristig beeinflusst.“ Die Versorgung der Betroffenen zu verbessern ist ein Ziel, das AXA partnerschaftlich unterstützt. Die Initiatoren sind das Pharmaunternehmen AstraZeneca und der Bundesverband Niedergelassener Kardiologen (BNK). Die erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit der Initiative für mehr Herzbewusstsein wurde bereits mehrfach prämiert, zuletzt mit dem Health Care Award des Gesamtverbandes der Kommunikationsagenturen.


Das Risiko des Lebensstils?

Herzkrankheiten sind weltweit die häufigste Todesursache. In Deutschland gehen 41 Prozent aller Todesfälle auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen zurück (Statistisches Bundesamt 2010), ähnlich alarmierend sind die Statistiken in den USA und England. Es fällt auf, dass dagegen die Herzinfarktrate in Japan und den Mittelmeerländern Italien und Frankreich deutlich niedriger liegt. Das stärkt die Annahme, dass die Vorbedingungen des Lebensstils eine wichtige Rolle spielen. Zu den unbeeinflussbaren Risiken zählen bestimmte erbliche Faktoren, das männliche Geschlecht und auch das Alter.


Mehr Verständnis für den Hochleistungsmotor des Lebens

Bereits 22 Tage nach der Befruchtung der Eizelle beginnt das Herz des Embryos zu schlagen und pumpt dann ein Leben lang mit mehr als dreieinhalb Milliarden Herzschlägen rund 250 Millionen Liter Blut durch etwa 100.000 Kilometer Blutgefäße. Wenn wir ruhig sitzen, sind es fünf bis sieben Liter pro Minute. Bei körperlicher Belastung und Stress muss das Herz die Leistung deutlich erhöhen. Das funktioniert gut, so lange die Herzkranzgefäße, die das Herz mit sauerstoff- und nährstoffreichem Blut versorgen, weit, glatt und elastisch sind.

Wenn sich Ablagerungen in den Gefäßwänden bilden, lässt die Elastizität der Gefäße nach, es bilden sich Engstellen in den Koronararterien. Die Herzdurchblutung findet nicht mehr reibungslos statt, es kommt immer wieder zu Sauerstoffmangel im Herzmuskel – Tatbestand einer Koronaren Herzkrankheit, kurz KHK. Das sogenannte „akute Koronarsyndrom“ bedeutet zwei lebensbedrohliche Erscheinungsformen dieses Krankheitsbildes: Die instabile Angina pectoris, „Brustenge“, kündigt sich mit einschnürenden Beschwerden im Brustbereich an, die schließlich auch im Ruhezustand auftreten. Bei einem Herzinfarkt kommt es zu einem vollständigen Verschluss des Herzkranzgefäßes. Dies hat zur Folge, dass das Herzmuskelgewebe an den Engstellen nicht mehr genügend mit Blut versorgt wird und abstirbt.


Information ist der erste Schutz

Kardiologen der Northwestern University Chicago haben das Risiko für Herzinfarkte in einer großangelegten Studie mit mehr als 250.000 Männern und Frauen analysiert:

„Das Faszinierende an unseren Ergebnissen war: Man kann sein persönliches Risiko, an Herzinfarkt oder Schlaganfall zu sterben, fast abschaffen. Falls man es schafft, die vier Faktoren Rauchen, Diabetes, zu hoher Blutdruck oder Cholesterinspiegel zu vermeiden.”


Achtung, Lebensgefahr – auch für Frauen!

Gleiches Risiko im Alter: Frauen sind durch die weiblichen Sexualhormone besser vor einem Herzinfarkt als Männer geschützt. Nach den Wechseljahren nimmt das Risiko der Frauen dann aber zu und zieht etwa ab dem 65. Lebensjahr mit dem der Männer gleich.

Die besondere Gefahr besteht darin, dass die Symptome eines Infarkts, insbesondere den Schmerz in der Brust, jüngere Frauen sehr viel weniger spüren als Männer. Allerdings gleichen sich hier die Geschlechter mit dem Alter an: Bei mehr als der Hälfte der über 70-jährigen treten keine Brustsymptome auf. 25 Prozent aller Infarkte finden mit geringen oder sogar ohne Beschwerden statt und werden daher oft nicht rechtzeitig erkannt.

Rufen Sie bei folgenden Symptomen sofort die 112:

  • starker Schmerz in der Brust, der in Arme, Oberbauch, Rücken, Hals oder Kiefer ausstrahlen kann
  • starkes Enge- oder Druckgefühl in der Brust
  • Luftnot, Unruhe, Übelkeit
  • blasse Gesichtsfarbe, kalter Schweiß auf Stirn und Oberlippe
  • Schwindel, Schwächeanfall, Bewusstlosigkeit
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  • Hilfestellungen, Tipps und Anregungen, den Alltag und die Erkrankung im Griff zu behalten
  • Vermeidung von Versorgungsbrüchen und Mehrfachuntersuchungen durch optimale Koordination von Hausarzt, Facharzt und Klinik
  • Optimale Versorgung mit kostenlosen oder vergünstigten Hilfsmitteln (z. B. Blutdruckmessgerät)
  • Angebote zur Verbesserung der Lebenssituation, z. B. Teilnahme an einer Koronarsportgruppe
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