Im Dienst abgesichert – in der Freizeit auch?

Beschäftige im Öffentlichen Dienst und die Unfallvorsorge


Sport und Bewegung hält auch Beschäftigte des Öffentlichen Dienstes fit. Bei manchen Berufsgruppen, wie bei der Polizei oder bei der Berufsfeuerwehr, gehört die körperliche Ertüchtigung sogar zum Arbeitsalltag. Andere brauchen die Bewegung als Ausgleich zur sitzenden Tätigkeit am Schreibtisch. Es muss auch nicht gleich der Sport sein, bei dem sich ein Unfall ereignen kann. Schon die Haus- oder Gartenarbeit oder der Gang zum Bäcker in der Früh kann zum Beispiel bei Schnee oder Eis ganz schön gefährlich sein...

Beschäftigte des Öffentlichen Dienstes genießen einige Vorteile durch ihre Art der Anstellung. Sie fühlen sich im sozialen Netz der öffentlichen Hand gut aufgehoben. Aber wie jedes Netz, hat auch dieses seine Lücken. Unfälle sind zum Beispiel nur auf dem direkten Weg zur Arbeit und während der Dienstzeit zu 100% abgesichert – in der Freizeit sieht das ein wenig anders aus.


Die Unfallgefahr schläft nicht

Laut den Statistiken ist der gefährlichste Platz, an dem man sich aufhalten kann, kein aktiver Vulkan oder die Grünfläche auf der A3, sondern das eigene Heim und da vor allem die Küche! Laut Schätzungen des Robert Koch Instituts ereigneten sich im Jahr 2014 rund 3,15 Millionen Unfälle im Haushalt. Bei einem Gesamtunfallvolumen von rund 9,77 – inklusive Verkehrsunfällen – machen die Freizeitunfälle in der Wohnung und im eigenen Garten fast ein Drittel aller Unfälle aus. Für Beschäftigte des Öffentlichen Dienstes bedeutet dies: Unfälle ereignen sich häufig genau in der Zeit, in der sie nicht vollständig gegen die Folgen abgesichert sind.

Wann und wo sind Beschäftigte des Öffentlichen Dienstes gegen Unfälle versichert?

Grundsätzlich besteht Versicherungsschutz nur während der Berufsausübung und bei allen Tätigkeiten, die mit der Beschäftigung in Zusammenhang stehen. Das gilt auch auf direkten Wegen von oder zur Arbeitsstätte, im Außendienst und auf Dienstreisen. Bei Ereignissen, die im Zusammenhang mit der Beschäftigung stehen – also Gemeinschaftsveranstaltungen wie zum Beispiel Betriebsausflügen oder Weihnachtsfeiern – sind Beschäftigte ebenfalls versichert. Auch Unfälle, die im Rahmen des Betriebssports geschehen, sind versichert, sofern Sie keinen Wettkampfcharakter haben.


Geschieht ein Unfall bei anderen Betätigungen im Freizeitbereich, gilt er klarerweise nicht als Dienstunfall und für die Folgen eines solchen Ereignisses muss der Beschäftigte des Öffentlichen Dienstes selbst – also im Rahmen einer privaten Risiko-Unfallversicherung – vorsorgen.



Der rettende Anker bei Dienstunfällen – die Unfallfürsorge

Verletzt sich ein Beschäftigter des Öffentliches Dienstes in Ausübung seiner Tätigkeit, leistet die Unfallfürsorge für ihn bzw. seine Hinterbliebenen. Die Unfallfürsorge umfasst:


  • Ersatz von Sachschäden und besonderen Aufwendungen: Ersatz von beschädigten Kleidungsstücken oder Gegenständen, die durch den Unfall beschädigt oder zerstört wurden, sowie besondere Kosten – zum Beispiel für die Erste Hilfe.
  • Heilverfahren: Kostenübernahme der notwendigen ärztlichen Behandlung, Versorgung mit Arznei- und Hilfsmitteln sowie die notwendige Pflege.
  • Unfallausgleich: Dauert die Dienstunfähigkeit länger als sechs Monate, erhält der Dienstnehmer einen Unfallausgleich, abhängig vom Grad der Erwerbsminderung in Höhe der Grundrente. Er wird für die gesamte Dauer der Einschränkung gewährt und neben den Dienst- und Anwärterbezügen oder dem Ruhegehalt gezahlt.
  • Unfallruhegehalt: Wird der Beamte aufgrund des Dienstunfalls in den Ruhestand versetzt, hat er Anspruch auf ein Unfallruhegehalt. Dieses beträgt mindestens zwei Drittel und höchstens drei Viertel der ruhegehaltfähigen Dienstbezüge.
  • Einmalige Unfallentschädigung: Beträgt die Erwerbsminderung nach einem Dienstunfall mindestens 80%, so wird neben dem Ruhegehalt eine einmalige Unfallentschädigung bezahlt. Im Todesfall erhalten die Hinterbliebenen eine einmalige Entschädigung.
  • Unfall-Hinterbliebenenversorgung: Führt der Dienstunfall zum Tod des Beamten, haben die Hinterbliebenen Anspruch auf Witwen-, Witwer- oder Waisengeld.
Vorteil DBV
Das PLUS für Kunden der DBV



Als Spezialversicherer für Beamte und Beschäftigte im Öffentlichen Dienst lohnt es sich, unsere Tarife und Leistungen zu vergleichen. Im Vordergrund steht bei der DBV ein speziell auf die Bedürfnisse der Zielgruppe abgestimmtes Paket aus Produkten, Services, Beratung und Betreuung.

Die Produktpalette reicht hierbei von der Unfallversicherung, Krankenversicherung, Dienst-/Berufsunfähigkeitsversicherung, Haftpflicht inkl. Dienst- und Vermögensschadenhaftpflicht, Rechtsschutz, Existenzsicherung oder Rentenvorsorge bis hin zur perfekten Fahrzeugversicherung. Weitere Informationen über die Produkte und Leistungen finden Sie hier.

Auf jeden Fall ist es ratsam, auf den Unfall gut vorbereitet zu sein und sich mit einer Risiko-Unfallversicherung seine Existenz abzusichern. Weitere Informationen finden Sie hier.


Unfälle außerhalb der Dienstzeit – ohne Eigenvorsorge sieht es nicht gut aus

Auf einen Unfall kann man sich nicht vorbereiten – er geschieht plötzlich und zumeist dann, wenn man am wenigsten damit rechnet. Kleine Unachtsamkeiten im Haushalt, im Garten oder beim Sport können langwierige Folgen für Beschäftigte des Öffentlichen Dienstes haben – auch finanzieller Natur.
   
Beispiele gefällig? Sind Sie schon mal bei der Gartenarbeit umgeknickt? Beim Laufen gestürzt? Haben Sie eine Stufe übersehen und sind auf der Treppe gestürzt? Oder sind Sie schon bei der Hausarbeit von der Stufenleiter gefallen? Mit Sicherheit können Sie mindestens eine dieser Fragen mit „Ja“ beantworten und hatten einfach Glück, dass Ihnen nichts Schlimmeres passiert ist.

Gerade diese „kleinen“ Verletzungen an den Beinen, Sehnen und Gelenken bringen oft eine lange Genesungsphase mit sich – mit Krankenhausaufenthalten, Reha-Maßnahmen und nicht zuletzt noch eine Weile Physiotherapie. Ist der Unfall in der Freizeit geschehen, müssen Sie – ohne private Unfallversicherung – für die Kosten selbst aufkommen. Bei besonders schweren Unfällen, die eine Invalidität zur Folge haben und zum Beispiel Umbaumaßnahmen an der Wohnung nach sich ziehen, reichen die Ersparnisse oft nicht aus. Man steht – neben den körperlichen und psychischen Problemen – auch finanziell vor großen Schwierigkeiten.


Kleiner Biss mit großen Folgen

Haben Sie schon mal von der Frühsommer-Meningo-Enzephalitis gehört? Nein? Dann sagt Ihnen wahrscheinlich die Abkürzung „FSME“ mehr. Diese schwere Gehirnhautentzündung wird von Zecken übertragen, die sich weiter im Vormarsch befinden. Vorsorgeimpfungen schützen – aber wie bei vielem, ist eine Impfung nicht 100%ig. Generell sollten Insektenstiche oder Tierbisse nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Vor allem, wenn man das Gefühl hat, dass es sich um einen krankheitübertragenden Insektenstich oder ein tollwütiges Tier handelt. Ein Besuch beim Arzt ist in diesen Fällen unbedingt notwendig.

Weitere, kurze aber vor allem hilfreiche Wissenstipps rund um Unfälle und Absicherungsmöglichkeiten finden Sie auf unserer Wissenstippseite Risiko-Unfall im Öffentlichen Dienst.


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