AXA steigert in erneut erfolgreichem Jahr das Konzernergebnis

Der AXA Konzern hat sich in einem für die Versicherungsbranche erneut schwierigen Jahr erfolgreich behauptet und sein Konzernergebnis 2012 deutlich gesteigert. Im Rahmen seiner weiterentwickelten Strategie will der Konzern in den kommenden Jahren vor allem Komplexität reduzieren und die Chancen eines sich verändernden Umfeldes nutzen.

"Mit den 2012 erreichten Erfolgen und den in den vergangenen Monaten getroffenen Managemententscheidungen haben wir uns eine hervorragende Ausgangsposition geschaffen, um den AXA Konzern für die Herausforderungen der Zukunft aufzustellen und unsere Wettbewerbsfähigkeit zu stärken", zog der Vorstandsvorsitzende Dr. Thomas Buberl auf der Jahrespressekonferenz in Köln nach nunmehr einem Jahr an der Spitze des Unternehmens ein positives Fazit. "Wir haben in der Schaden- und Unfallversicherung bei weiterem Beitragswachstum die Schaden-Kostenquote deutlich gesenkt und dadurch unsere Ertragskraft gestärkt. In Vorsorge haben wir wie geplant das nicht nachhaltige Einmalbeitragsgeschäft verringert und uns stärker der betrieblichen Altersversorgung sowie Risiko- und Biometrieprodukten zugewandt. In der Krankenversicherung sind wir mit attraktiven Produkten erneut über Markt gewachsen und haben mit dem gesundheitsservice360° für unsere Kunden einen echten Mehrwert geschaffen", fasste Dr. Buberl die Entwicklung in den Sparten zusammen. 

Durch ein operatives Ergebnis auf erneut hohem Niveau, ein um 38,4 % gesteigertes Kapitalanlageergebnis und weitere Kostensenkungen durch das Effizienzsteigerungsprogramm "focus2perform" (f2p) hat AXA das Konzernergebnis 2012 um 44,4 % auf 388 Mio. Euro gesteigert und damit seine Finanzkraft gestärkt. Das Programm sieht vor, die Effizienz im Konzern durch Automatisierung, Digitalisierung und Verschlankung zu erhöhen, die Kostenbasis von 2010 bis zum Jahr 2015 nachhaltig um 328 Mio. Euro zu reduzieren und damit die Wettbewerbsfähigkeit deutlich zu stärken. "f2p ist die Basis für die weiterentwickelte Strategie, die der Konzernvorstand in den vergangenen Monaten erarbeitet hat und die unser Unternehmen für ein sich rasch veränderndes Marktumfeld zukunftsfähig machen wird", so Dr. Buberl.


Einnahmen von 10,5 Mrd. Euro im Jahr 2012

Im Jahr 2012 hat sich der AXA Konzern insbesondere im Neugeschäft auf profitables Geschäft fokussiert und erzielte insgesamt Einnahmen von 10,47 Mrd. Euro (- 1,6 %). Das stärkste Wachstum wurde in der Schaden- und Unfallversicherung mit + 5,1 % auf 3,82 Mrd. Euro erzielt. Maßgeblich hierfür war die Kraftfahrtversicherung (+ 6,1 %), wo der Konzern neben einem guten Jahreswechslergeschäft Anfang 2012 notwendige Beitragsanpassungen durchsetzen konnte. Auch im Firmenkundengeschäft, in dem AXA unter anderem zu den führenden Versicherern bei erneuerbaren Energien zählt, gelang ein Wachstum von 1,9 %.

In Vorsorge blieben die laufenden Beiträge mit 3,48 Mrd. Euro (- 0,3 %) nahezu stabil. Das Einmalbeitragsvolumen verringerte sich demgegenüber um 42,6 % auf 609 Mio. Euro, da der AXA Konzern nicht nachhaltiges Einmalbeitragsgeschäft aus Profitabilitätsgründen nicht wie in der Vergangenheit forcierte. Bei Policen gegen Einmalbeiträgen, die der Alterssicherung dienen, war der Rückgang mit - 11,5 % auf 555 Mio. Euro deutlich geringer. Mit stillen Reserven von 13,6 % zum Jahresende 2012 verfügen die Lebensversicherer des Konzerns im aktuellen Niedrigzinsumfeld über eine solide finanzielle Basis.

Auf Wachstumskurs steuerte der AXA Konzern auch 2012 in der privaten Krankenversicherung: Die Beitragseinnahmen stiegen um 4,6 % auf 2,53 Mrd. Euro. Aufgrund der großen Attraktivität ihrer Produkte erhöhte sich auch die Zahl der voll- und zusatzversicherten Personen um 50.000 auf 1,54 Millionen.


Schaden-Kostenquote um 3,5 Prozentpunkte verbessert

Die kombinierte Schaden-Kostenquote in der Schaden- und Unfallversicherung konnte der AXA Konzern 2012 wieder unter die 100-%-Marke verbessern. Der starke Anstieg der Beiträge, hauptsächlich im Bereich der privaten Kraftfahrtversicherung, geringere Schäden durch Witterungseinflüsse sowie Prozessverbesserungen in der Schadenbearbeitung führten dazu, dass sich die Schaden-Kostenquote (Net Combined Ratio) um 3,5 Prozentpunkte auf 99,7 % verbesserte.


Kapitalanlageergebnis um 38,4 % gesteigert

Das gesamte Kapitalanlageergebnis der AXA Deutschland nahm im Geschäftsjahr 2012 um 38,4 % auf 3,36 Mrd. Euro zu. Hier wirkten sich vor allem deutlich höhere Marktwertanpassungen insbesondere bei festverzinslichen Wertpapieren sowie Gewinne bei der Veräußerung von Kapitalanlagen positiv aus. Das laufende Kapitalanlageergebnis belief sich auf 2,54 Mrd. Euro (- 4,3 %). Mit den langen Durationen seiner Wertpapiere kann der AXA Konzern auch im Niedrigzinsumfeld seine Kapitalanlageergebnisse nachhaltig stabilisieren.


Konzernergebnis + 44,4 % auf 388 Mio. Euro

Der AXA Konzern hat 2012 seine langjährige operative Ertragskraft erneut unter Beweis gestellt und ein deutlich positives operatives Ergebnis erzielt. Die Underlying Earnings, die den operativen Geschäftserfolg ausdrücken, beliefen sich auf + 368 Mio. Euro (2011: 397 Mio. Euro). Das Konzernergebnis erhöhte sich im gleichen Zeitraum um 119 Mio. Euro oder 44,4 % auf 388 Mio. Euro. Hier profitierte das Unternehmen insbesondere von seinem positiven Kapitalanlageergebnis.


Ratingagenturen bestätigen starke Finanzkraft

Alle drei großen Ratingagenturen haben den großen Versicherungsgesellschaften des AXA Konzerns in den vergangenen Monaten erneut eine starke beziehungsweise sogar sehr starke Finanzkraft bescheinigt. Moody's Investors Service hat am 30. April 2013 sein Aa3 und Fitch Ratings am 3. Mai 2013 sein AA- Insurer Financial Strength Rating bestätigt. Standard & Poor's hatte in seiner A+ Financial Strength Rating-Entscheidung vom 18. Dezember 2012 gleichzeitig den Ausblick von negativ auf stabil angehoben.


1. Quartal 2013: Weiteres Wachstum in der Sach- und Krankenversicherung

Im ersten Quartal des laufenden Jahres ist der AXA Konzern in der Krankenversicherung sowie in der Schaden- und Unfallversicherung weiter gewachsen. In der Krankenversicherung stiegen die Beitragseinnahmen um 4,1 %, obwohl die Beitragsanpassungen zu Jahresbeginn mit + 2,0 % erneut moderat blieben. Das Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft konnte der Konzern im ersten Quartal insbesondere durch Beitragsanpassungen in der Kraftfahrt-, Hausrat- und Wohngebäudeversicherung um 0,5 % ausbauen. Im Bereich Vorsorge/Bank blieben die Einnahmen aufgrund des bewusst nicht weiter forcierten kurzfristigen Einmalbeitragsgeschäfts um 7,0 % unter dem Vorjahreszeitraum.


2013: Fokus auf selektives Wachstum und Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit

Im laufenden Jahr strebt der AXA Konzern ein selektives Wachstum durch die Fokussierung auf profitables Neugeschäft an. Dies soll in der Schaden- und Unfallversicherung unter anderem durch den im Mai neu eingeführten Kraftfahrtversicherungstarif sowie den Ausbau der Unfallversicherung und des Firmengeschäfts erreicht werden. In Vorsorge wird der AXA Konzern das nicht nachhaltige Einmalbeitragsgeschäft weiter reduzieren und sein Augenmerk verstärkt auf Produkte zur Existenzsicherung sowie fondsgebundene Versicherungen mit Garantieelementen richten. Ziel in der Krankenversicherung ist es, stärker bei Zusatzversicherungen und im Beamtengeschäft zu wachsen.


Dr. Buberl: "Versicherungswirtschaft wird sich fundamental verändern"

Die Versicherungsbranche steht nach Einschätzung des AXA Chefs vor großen Herausforderungen: "Die Versicherungswirtschaft wird sich in den kommenden zehn bis 20 Jahren fundamental verändern", sagte Dr. Thomas Buberl und nannte das anhaltend niedrige Zinsniveau, zunehmende regulatorische Anforderungen durch Gesetzgeber und Rechtsprechung, erhöhten Bedarf an Risikokapital durch Solvency II sowie steigenden Kostendruck durch neue Wettbewerber. Den AXA Konzern sieht er dabei im deutschen Markt hervorragend positioniert. Durch die Einbindung in die internationale AXA Gruppe mit ihrer hohen Finanzkraft sowie die Breite seiner Aktivitäten - sowohl was die Sparten als auch was die Vertriebswege und Kundengruppen angeht - sei der AXA Konzern robuster gegen Krisen aufgestellt als viele Wettbewerber. 

Vor dem Hintergrund der Veränderungen und um seine Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten, müsse sich aber auch der AXA Konzern entscheidend weiterentwickeln. Die Antwort des AXA Konzerns auf die Veränderungen ist die weiterentwickelte Strategie, für die drei Leitbegriffe von zentraler Bedeutung sind: einfach - fokussiert - vernetzt. Mit diesen Begriffen verknüpfte Maßnahmen sollen das Unternehmen noch kundenorientierter, effizienter, profitabler und damit schlagkräftiger im Wettbewerb machen. 

einfach: "Eines unserer wichtigsten Ziele besteht darin, Komplexität zu reduzieren und das gesamte Unternehmen noch einfacher zu organisieren. Das fängt bei den Produkten an, setzt sich bei den Prozessen fort und geht hin bis zum Service für unsere Kunden", sagte Dr. Thomas Buberl. Eine der Prioritäten besteht in der Optimierung und Vereinfachung des Produktportfolios. Angebote mit derzeit hohem Komplexitätsgrad oder Nischenprodukte sollen ersetzt werden durch modular aufgebaute, wettbewerbsfähige Produkte der neuesten Generation. Einfacher gestaltet werden sollen auch die Prozesse im Konzern. Aufgaben, die heute noch individuell und mit hohem manuellem Aufwand erledigt werden, sollen in Zukunft noch stärker automatisiert und digitalisiert ablaufen. Hierfür wird der Konzern eine noch leistungsstärkere, konsolidierte und moderne IT-Landschaft schaffen.

fokussiert:
Der AXA Konzern wird auch in Zukunft Vollsortimenter bleiben, das heißt in allen drei Sparten - Sach-, Lebens- und Krankenversicherung - Produkte mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis anbieten und so die Kundenbedürfnisse nach Risikoabsicherung und Vorsorge erfüllen. Gleichzeitig aber soll für jedes Kundenbedürfnis zukünftig nur noch ein Produkt angeboten werden, um die Komplexität für Kunden und Vertriebspartner zu reduzieren und gleichzeitig durch niedrigere Kosten das Preis-Leistungsverhältnis zu erhöhen.

vernetzt: Der AXA Konzern wird künftig Ausschließlichkeitsorganisation und Direktvertriebsformen über Internet und Telefon noch stärker und intelligenter vernetzen. Eine konsequente Integration der digitalen Welt in die Agenturprozesse stellt sicher, dass die online gewonnenen Kunden unmittelbar von einem Vermittler betreut werden können.


Differenzierung über exzellenten Kunden- und Schadenservice

Bei allen Veränderungen wird der AXA Konzern das Ziel, zum Unternehmen erster Wahl für Kunden, Vertriebspartner und Mitarbeiter zu werden, konsequent weiterverfolgen. Auch den Kunden- und Schadenservice wird der Konzern weiter ausbauen. Dabei setzt der Konzern auf einen ganzheitlichen Ansatz in der Beratung und Betreuung (plan360°), in der Schadenregulierung (schadenservice360°) und im Leistungsmanagement, wo AXA mit dem gesundheitsservice360° in der Krankenversicherung für eine vertrauensvolle Begleitung von Versicherten mit gesundheitlichen Problemen sorgt. Auch für seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter will AXA das Unternehmen erster Wahl sein. Dazu setzt der Konzern auf eine Vertrauens- und Leistungskultur, die den offenen Dialog zwischen Geschäftsleitung und Mitarbeitern fördert. Die Wertschätzung seiner Mitarbeiter bringt der AXA Konzern auch im AXA Bündnis IV zum Ausdruck, das Vorstand und Konzernbetriebsrat im Zuge der Verhandlungen zu "focus2perform" abgeschlossen haben und in dem das Unternehmen bis mindestens Ende 2015 auf betriebsbedingte Beendigungskündigungen verzichtet.