Alter und Erfahrung lassen Vertrauen in persönliche Bindungen schwinden

Sollte der Pflegefall eintreten, verlassen sich Jüngere eher als Ältere auf Partner und Angehörige

"Wen würden Sie um Rat fragen, was zu tun ist, wenn ein naher Angehöriger pflegebedürftig wird?" Im Rahmen einer vom Versicherer AXA gemeinsam mit dem F.A.Z.-Institut durchgeführten repräsentativen Studie wurde diese Frage 1018 erwachsenen Bundesbürgern vorgelegt. Das Ergebnis lässt einen klaren Trend erkennen: 82 Prozent der 18- bis 29-jährigen schenken dem Rat von nahen Verwandten und Bekannten ein besonders großes Vertrauen. Bei den Befragten ab 66 Jahren sind es weitaus weniger - nämlich lediglich 44 Prozent. Als über alle Altersgruppen durchgängig verlässliche Ratgeber in Pflegesituationen seien Ärzte sowie Krankenkassen und -versicherungen genannt worden.


Soziale Strukturen beeinflussen Absicherungsbedarf

Ein ähnliches Bild ergibt sich bei den Vorstellungen der Befragten, wer sich um sie kümmert, wenn sie selbst einmal pflegebedürftig sein sollten. Acht von zehn Personen unter 30 Jahren sehen den Lebenspartner in der Rolle des Pflegenden. Bei den über 66-jährigen kann sich das nicht einmal jeder Zweite vorstellen. Hier weicht die Hoffnung der Betroffenen, im Notfall vom persönlichen Umfeld aufgefangen zu werden, der Erkenntnis, nur noch wenige oder gar keine nahen Begleiter mehr zu finden, auf die Verlass ist. Der Studie zufolge hat dennoch bereits jeder Dritte Pflegeerfahrung. "Dies dürften in erster Linie ältere Personen sein, die vor dem Hintergrund ihrer Erfahrungen anders als jüngere Befragte antworten. Die Aussagen der Betroffenen weisen zudem darauf hin, dass veränderte soziale Strukturen auch die Erwartungen an die Versicherer beeinflussen. Wir haben demnach die Verantwortung, mehr als nur rein finanzielle Hilfe anzubieten", sagt Thomas Michels, Vorstand der AXA Krankenversicherung. "Mit dem neuen Angebot Pflegevorsorge und dem Online-Portal AXA-Pflegewelt werden wir dieser Verantwortung gerecht."


Befragungsmethode

Im Januar 2010 hat AXA in Kooperation mit dem F.A.Z.-Institut 1.018 deutschsprachige Bürger ab 18 Jahren, die in Privathaushalten leben, zu ihrer Haltung zum Thema Pflege durch das Marktforschungsinstitut forsa befragen lassen. Die Befragung ist bevölkerungsrepräsentativ für Deutschland und wurde in computergestützten Telefoninterviews anhand eines strukturierten Fragebogens durchgeführt. Die Ermittlung der interviewten Bürger erfolgte mittels einer mehrstufigen systematischen Zufallsauswahl.