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Erneuerbare Energien: Risiken kennen und absichern

Typische Schäden an Windenergie-, Photovoltaik- und Biogasanlagen und wie sich Landwirte gegen die finanziellen Folgen schützen können

Erneuerbare Energien sind zu einem wichtigen Standbein landwirtschaftlicher Betriebe geworden: Nach Angaben des Deutschen Bauernverbandes investierten sie zwischen 2009 und 2012 rund 18 Milliarden Euro in Windenergie-, Photovoltaik- und Biogasanlagen. Die teuren und teilweise hochkomplexen Anlagen verlangen nach einer entsprechenden Absicherung – sowohl in Bezug auf die Anlagen selbst als auch eventuelle Ansprüche Dritter nach einem Schaden. Versicherungsexperte Friedrich Scholz von AXA erläutert, welche Schäden typischerweise auftreten und worauf Landwirte beim Versicherungsschutz achten sollten.


Windenergie: Brandgefahr ausreichend absichern

Bei Windenergieanlagen unterscheidet man typischerweise zwischen inneren Betriebsschäden – häufig am Getriebe oder am Generator – und Schäden durch äußere Gefahren, zum Beispiel Blitzeinschlag. „Im Umfang der Maschinenversicherung muss das Risiko eines Brandes ausreichend abgesichert sein“, empfiehlt Friedrich Scholz, Bereichsleiter Technische Versicherungen bei AXA. „Ein Brand an einem Windrad lässt sich aufgrund der Turmhöhe nicht mehr löschen, die Anlage brennt komplett ab. Deshalb kann es hier schnell zu einem Totalschaden in Millionenhöhe kommen“, erläutert Scholz.

Wichtig sei auch ein enges Ineinandergreifen von Versicherung sowie Service- und Wartungsvertrag des Herstellers. „In den Herstellerverträgen sind zwar meist bestimmte Schäden eingeschlossen, allerdings sind hier gleichzeitig oft Haftungslimits formuliert. Die unter Umständen hohen Restrisiken sollten über die Versicherung abgedeckt sein“, so Scholz.

Dazu gehöre auch der finanzielle Schaden, der entsteht, wenn die Anlage aufgrund eines Schadens still steht. „Für diesen Fall ist eine Maschinen-Betriebsunterbrechungsversicherung ratsam, denn sie erstattet den dadurch entgangenen Ertrag“, so Scholz.


Photovoltaik: Installationsort mit Bedacht wählen

Für die Absicherung von Photovoltaikanlagen kommen je nach Größe entweder standardisierte oder maßgeschneiderte Versicherungsprodukte in Frage. In der Police eingeschlossen sein sollten auch Elementargefahren, etwa Überschwemmung, Sturm, Hagel oder Erdbeben. Landwirte, die in eine Photovoltaikanlage investieren, sollten genau prüfen, wo sie diese errichten. „Wenn die Anlage zum Beispiel auf einem Stall mit weicher Bedachung installiert wird, kann es sein, dass der Versicherer aufgrund der erhöhten Brandgefahr dieses Risiko nicht mit absichert“, erläutert Scholz.

Ebenso wichtig sei es, die Statik des Daches zu überprüfen: „Nicht auf jedem Dach lassen sich ohne Weiteres Photovoltaikmodule installieren. Vor allem bei Leichtbauhallen sollten die Belastungen durch die Module sowie durch Schnee und Wind von einem Fachmann berechnet werden“, rät Scholz. Neben Schäden an den Photovoltaikmodulen können auch Schäden an den Wechselrichtern entstehen. „Die Wechselrichter sollten deshalb unbedingt an einem witterungsgeschützten und gut belüfteten Ort stehen, idealerweise überdacht“, so Scholz.

„Auch ein entsprechender Kabelschutz ist wichtig, um zum Beispiel Tierverbiss durch Vögel oder Nagetiere zu vermeiden. Kommt es trotz aller Vorkehrungen zu einem Schaden, kann nicht nur die Versicherung des Sachschadens durch eine Elektronikversicherung, sondern je nach Größe der Photovoltaik-Anlage auch eine Elektronik-Betriebsunterbrechungsversicherung sinnvoll sein. „Teilweise kommt es hier zu hohen Ertragsausfällen, die ein landwirtschaftlicher Betrieb nicht so leicht verschmerzen kann.“


Biogas: Professionelle Wartung wichtig

Biogasanlagen bestehen aus zahlreichen einzelnen Bauteilen, Schäden an den hochwertigen Anlagen können kostspielig werden. „Eine Maschinenversicherung ist unerlässlich. Sie deckt Schäden an den Maschinenkomponenten ab. Auch eine Feuerversicherung sollte abgeschlossen werden, häufig lässt sie sich mit der Maschinenversicherung kombinieren“, sagt Scholz.

Dreh- und Angelpunkt einer Biogasanlage ist der Motor – umso wichtiger ist die adäquate Wartung. „Versicherer erwarten in der Regel daher auch den Nachweis einer regelmäßigen professionellen Wartung“, so Scholz. Auch gegen Ertragsausfälle können sich Landwirte mit einer Maschinen-Betriebsunterbrechungsversicherung absichern. „Ein Ausfall der Anlage kann teuer für den Landwirt werden, etwa bei einem Fermenter-Schaden. Hier muss der Fermenter häufig komplett geleert und gereinigt werden, dementsprechend kann sich die Reparatur hinziehen“, so Scholz.


Haftungsrisiken: Ansprüche Dritter nicht vergessen

Nicht nur die Sach-, sondern auch die Haftpflichtrisiken, insbesondere von Windenergie- und Photovoltaikanlagen, sollten Landwirte mit bedenken. Denn  wenn Umweltschäden durch übergreifende Brandschäden (Photovoltaik), ungewollt austretende Öle und Schmierstoffe (Windenergieanlagen) oder Gülle (Biogasanlage) entstehen, kann der Betreiber schnell auch mit Schadenersatzansprüchen konfrontiert werden. Entsprechend sollten Landwirte darauf achten, dass ihre Versicherung einen solchen Schutz einschließt. „Wir haben aufgrund des Bedarfs in unserem neuen Profi-Schutz für die Land- und Forstwirtschaft drei Windenergieanlagen ohne Höhenbegrenzung sowie Photovoltaikanlagen bis 500 kWp beitragsfrei mitversichert“, so Scholz. Im Zweifel empfehle es sich, den eigenen Versicherungsschutz in einem persönlichen Beratungsgespräch zu prüfen.
 

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