Work-Life-Balance - Teil 2

Strategien für mehr Lebensqualität

Im ersten Teil unserer Serie mehr Ausgewogenheit im Leben haben wir die Hintergründe und Ursachen von negativer Work-Life-Balance und Burnout aufgezeigt.

Wenn Sie sich in einigen Punkten wieder gefunden haben, dann wäre es an der Zeit, sich konkret mit Strategien zur Verbesserung Ihrer Lebensqualität zu beschäftigen. Es gibt viele unterschiedliche Ansätze, wie Sie Ihr Gleichgewicht im Leben wieder finden können und sich ganz einfach besser fühlen.

Im Rahmen dieses Artikels stellen wir Ihnen die erfolgversprechendsten Methoden vor – finden Sie einfach selbst heraus, welche Strategien am besten zu Ihnen passen.




Ihr persönliches Stressmanagement

Jeder Körper reagiert auf die Herausforderungen des Alltags unterschiedlich. Deshalb sind die Methoden, die psychisch belastenden Stress verringern sollen, bei manchen mit Erfolg gekrönt, bei manchen weniger.

Nach einem Experten auf diesem Gebiet – Gert Kaluza – sieht Stressmanagement wie folgt aus: Stressbewältigung beruht darauf, dass zuerst die Faktoren erkannt werden, welche den Stress verstärken. Aufgrund dieser Erkenntnis sollte versucht werden, eine Lösung der Probleme zu finden und in den Alltag mit einzubauen. Ein wichtiger Aspekt zur Problemerkennung und Problemlösung ist die Entspannung und das Genießen von kurzen aber intensiven Momenten. Ziel ist es, hierbei nicht den Stress auszuschalten, sondern ihn als Teil des Alltages zu akzeptieren und ihm gelassen und sicher gegenüber zu stehen.

Sie sollten also Ihre persönliche Strategie zur Stressbewältigung entweder anhand Ihres eigenen Körperverständnisses (was tut mir gut?) oder mit Hilfe eines Therapeuten ausloten.

Sie besitzen ein iPhone oder ipad? Dann können Sie sich Ihr persönliches Entspannungsprogramm auch selbst zusammen stellen. Die Gratis-App Just Relax zeigt Ihnen anhand vieler praktischer Übungen, wie man Stress abbaut. Und mit dem integrierten Übungstagebuch verfolgen Sie Ihre Fortschritte.


An erster Stelle steht die Entspannung

Im Laufe der letzten Jahre tauchten immer mehr Entspannungstechniken auf. Die steigende Anzahl der Methoden zeigt, dass die Notwendigkeit und Sehnsucht nach Entspannung in der Bevölkerung wächst.

Entspannungstechniken tragen zu einer Verminderung körperlicher und geistiger Anspannung bei und verbessern dadurch das Wohlbefinden. Die Folge davon ist das Erleben von mehr Gelassenheit, Zufriedenheit und Wohlbefinden. Zu den gängigsten Entspannungsmethoden zählen das Autogene Training, die Progressive Muskelentspannung, die Meditation und das Yoga.


Die wichtigsten Entspannungstechniken im Überblick:

Autogenes Training:
Autogenes Training ist in Deutschland die bekannteste Entspannungstechnik. Es ist sehr einfach zu erlernen und anzuwenden. Ziel ist es, mittels selbsthypnotischer Formeln auf körperliche Prozesse Einfluss zu nehmen (z.B. „Arme und Beine sind ganz schwer“ – und die Arme und Beine werden tatsächlich schwer). Dies entspannt den Körper und den Geist. Um mit Autogenem Training zu beginnen, empfiehlt sich ein Kurs.

Danach können Sie diese Entspannungstechnik auch alleine zu Hause mit Hilfe einer CD (der Sprecher gibt die Anleitungen und Sie führen die Übungen aus) weiterführen. Autogenes Training sollte regelmäßig (am besten täglich) praktiziert werden – dann kann es effektiv von Stress befreien und das vegetative Nervensystem entspannen. Bereits 10 Minuten am Tag genügen …

Progressive Muskelentspannung:
Diese Technik wurde in den 1930er Jahren in Amerika von Edmund Jacobson entwickelt. Seit den 1960ern ist sie auch in Deutschland sehr weit verbreitet. Durch den Wechsel zwischen Muskelanspannung und -entspannung werden die jeweiligen Körperzustände bewusst wahrgenommen. Beginnende Verspannungen können frühzeitig erkannt und durch aktive Entspannung gelöst werden.

Die Progressive Muskelentspannung ist effektiv und leicht erlernbar. Sie wirkt sich positiv auf das körperliche und seelische Wohlbefinden aus. Im Grunde bestehen die Übungen aus fünf Phasen:

  • Hinspüren (Konzentration auf die jeweilige Muskelgruppe)
  • Anspannen (spürbare Anspannung der Muskelgruppe ohne Verkrampfung)
  • Spannung halten (7-10 Sekunden die Anspannung halten)
  • Loslassen (Muskelanspannung lockern)
  • Nachspüren (die Aufmerksamkeit bleibt in der Muskelgruppe und Sie nehmen wahr, was dort passiert ist)
Diese Abfolge wird auf 17 definierte Muskelgruppen angewandt – Kurzformen bestimmter Muskelgruppen können für eine „Entspannung zwischendurch“ sorgen.

Erlernen können Sie diese überaus wirksame Form des Stressabbaus mit Hilfe eines Trainers, danach können Sie mit einer CD selbst weiter an Ihrer Entspannung arbeiten.

Meditation und Yoga: Sie müssen keineswegs nach Indien fliegen, um die wohltuende Entspannung von Yoga und Meditation zu erleben – Yogakurse werden mittlerweile in vielen Orten angeboten. Bei der Meditation geht es darum, dass sich durch Achtsamkeits- und Konzentrationsübungen der Geist sammelt und man sich seines Körpers und Geistes bewusst wird. Meditation kann grob in zwei Gruppen eingeteilt werden (wobei es hierbei zahlreiche Unterformen gibt):

  • die passive Meditation (Übungen werden im stillen Sitzen ausgeführt)
  • die aktive Meditation (Übungen werden durch Bewegung des Körpers, achtsames Handeln oder lautes Rezitieren begleitet)
Das Yoga zählt zu der aktiven Meditation, bei dem der Körper, Geist und Seele in Einklang gebracht werden sollen. Dabei kann es zu einem sehr tiefen Entspannungszustand kommen. Im Yoga gibt es unterschiedliche Körperhaltungen und Bewegungsabläufe, unterstützt durch Atemführung und Mantras (Meditationsworte oder Klangsilben), die Durchblutungsstörungen, Schlafstörungen, Angst oder Depressionen lindern können.

Die Anzahl unterschiedlicher Schulen und Techniken ist kaum überschaubar. Am besten ist es, Sie setzen sich mit einem Yogalehrer in Ihrer Umgebung in Verbindung und lassen sich beraten. Yoga sollte immer mit einem Lehrer ausgeübt werden – meditieren können Sie auch (nachdem Sie es erlernt haben) alleine zu Hause.

Mit dem PLUS von AXA können Sie unterschiedliche Entspannungstechniken ausprobieren, denn bei ausgesuchten Kurztrips unserer Kooperationspartner haben Sie die Möglichkeit dazu – natürlich zu Sonderkonditionen.


Was können Sie darüber hinaus noch tun?

Es muss nicht immer gleich ein Kurs sein, der Sie entspannungsmäßig wieder auf Vordermann bringt. Kurzfristige Entspannung ist auch sehr angenehm – zum Beispiel im Rahmen eines Wellness-Wochenendes. Die Angebote hierzu sind unglaublich vielfältig, einige haben wir Sie auf unseren Vorteilsseiten zusammen gestellt.

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Auch durch die Pflege von Angehörigen kann ein Burnout entstehen. Vielleicht sogar schneller als Sie denken.
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Das Wichtigste jedoch ist, dass Sie sich Ihres Körpers und Geistes bewusst werden, in Ihren Körper hineinhören und sich mal eine kleine Auszeit gönnen …
Wie Sie Arbeit und Entspannung besser unter einen Hut bringen können, erfahren Sie im Teil 1 der Artikel Reihe. Wie Sie die neu gewonnene Work-Life-Balance langfristig halten und erneuten Störungen vorbeugen können, erfahren Sie im dritten Teil dieser Artikel-Reihe.

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