Ist Superfood besser? Macht Brainfood schlau?

Serie - Gesunde Ernährung


Lebensmittel machen neuerdings vollmundige Versprechungen. „Superfood“ wartet mit teils abenteuerlichen Referenzen auf. „Brainfood“ hat dagegen Fürsprecher in der Wissenschaft. Aber brauchen wir die exotischen Nahrungsergänzungen mit den Superkräften wirklich? Können alltägliche Lebensmittel tatsächlich die Gehirnleistung verbessern? Was steckt hinter den Modeworten der Ernährung? Wir haben für Sie untersucht, was es mit Superfood und Brainfood auf sich hat.

Am Anfang steht meist eine Geschichte aus einem fernen Land, wo ein Naturvolk wundersam gesund lebt. Der Mythos wirkt: Laut einer Umfrage haben 61 Prozent der Verbraucher schon mal ein Lebensmittel nur deshalb gekauft, weil es als „Superfood“ bezeichnet wurde.
 
Gesund, schlank und schön werden und das ganz einfach beim Essen! „Superfood“ macht schon seit einigen Jahren verlockende Versprechungen und der Medienrummel um die Hochleistungs-Lebensmittel hält an. Der letzte Schrei sind „Beauty Shots“, kleine Fläschchen mit Inhaltsstoffen, die sich positiv auf den Zustand der Haut auswirken sollen, wie zum Beispiel Kollagen. In jedem Supermarkt stehen heute Chia-Samen, Goji-Beeren und Pulver aus Acai-Beeren im Regal.

Wie viele Trends ist auch „Superfood“ in den USA geboren und treibt dort die exotischsten Blüten: David Wolfe, der „Indiana Jones der Superfoods" verkauft im Online-Shop seiner Website 300 Gramm getrocknetes marines Phytoplankton, also winzig kleine Algen. Für knapp 400 Dollar kann man auch Tabletten aus Ameisen dort kaufen. Allerdings wurden mittlerweile auch Klassiker wie Grünkohl und Quark in die Hitparade der Superfoods aufgenommen. Das erste „Superfood“ überhaupt war wahrscheinlich die Cranberry, die bereits um das Jahr 2000 als wunderwirksam gegen Beschwerden an der Blase gefeiert wurde.
 
„Brainfood“ tritt um einiges seriöser auf. Meist handelt es sich bei den ausgelobten „Gehirnnahrungsmitteln“ um alte Bekannte. Nüsse und Beeren zum Beispiel haben die Entwicklungsgeschichte des Menschen von Anfang an begleitet; die Forschung belegt heute, dass ihre Inhaltsstoffe die geistige Leistungsfähigkeit tatsächlich fördern.


Was unsere Lebensmittel alles können!

Zweifellos ist die Ernährung maßgeblich an der Gesundheit, an der Leistungsfähigkeit und daneben natürlich auch am attraktiven Zustand der Haut und einer guten Figur beteiligt. Dabei sind die grundsätzlich lebenswichtigen Nährstoffe wie Kohlenhydrate, Proteine und Fette auf Mitspieler angewiesen: Nur mit der Hilfe von Mikronährstoffen wie Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen, sekundäre Pflanzenstoffe und Aminosäuren können sie in den Zellen verwertet werden. Auch wenn nur sehr kleine Mengen dieser Nährstoffe benötigt werden, gehören sie doch zu den unentbehrlichen Bestandteilen der Ernährung, ohne die der Organismus auf Dauer nicht funktionieren kann. Superfood und Brainfood zeichnen sich durch einen hohen Anteil an wertvollen Nährstoffen aus, werden aber von Experten unterschiedlich bewertet.




Superfood: Gute Ernährung oder gute Geschäfte?

Als Superfood werden Lebensmittel bezeichnet, die besonders reich an Mikronährstoffen sind. Eine klare Definition für „Superfood“ gibt es aber nicht. Erfolg hat, worüber man spricht: Chia-Samen aus Mexiko sind beispielsweise in aller Munde und wurden 2014 im deutschen Bio-Fachhandel im Wert von 4,5 Millionen Euro gekauft – das ist eine Steigerung von 500 Prozent in nur einem Jahr.
 
Dabei ist die besondere gesundheitsfördernde Wirkung von „Superfood“ wissenschaftlich nicht erwiesen. Die bisherigen Studien dazu wurden im Labor mit Tierversuchen oder im Reagenzglas erstellt, können also keine echten Rückschlüsse auf den individuellen menschlichen Organismus liefern.


Superfood wird in der Regel, „wenn nicht nützen, so doch auch nicht schaden“, sagen Ernährungsexperten. Zu bedenken ist aber, dass die exotischen Lebensmittel lange Transportwege zurücklegen, häufig nur in verarbeiteter Form mit geminderter Qualität angeboten werden und dabei auch Pestizide und Schadstoffe enthalten können. Viele einheimische Früchte und Gemüse bieten dabei einen vergleichbaren Nutzen zu einem geringeren Preis - eine Portion Weißkohl aus der Region, hat ebenso viel Vitamin C wie Superfood, dabei aber eine viel bessere Ökobilanz. Wir schauen auf die Vor- und Nachteile der meistbegehrten „Super-Lebensmittel“:

 
 
 
 
pro
contra
Acai-Beeren
Vitamine, Antioxidantien etc.
schlankmachende Wirkung ist nicht belegt
AFA-Algen, Spirulina
Vitamine, Mineralstoffe und positive bioaktive Substanzen
Warnung vor Schadstoffbelastung
Chia Samen
wertvolle Omega 3-Fettsäuren
günstiger zu haben in Sesam, Leinsamen oder Walnüsse
Goji Beeren
Vitamine, Aminosäuren und antioxidative Pflanzenstoffe
nicht besser als heimisches Obst, mögliche Wechselwirkung mit Blutverdünnern
Maca
mögliche aphrodisierende Wirkung
Wechselwirkung mit Hormonen nicht ausgeschlossen
Matcha Tee
Wirkstoffe in Grüntee schützen vor freien Radikalen und fördert die Konzentration, das Gedächtnis und die Leistungsfähigkeit
sehr teuer ab 15 €/50g
Moringa
wichtig zur Trinkwasseraufbereitung
und Nährstoffversorgung in  Ländern der Dritten Welt
unnötig bei uns
Noni Frucht
Vitamine, Pflanzenstoffe, Mineralien, Spurenelemente 
sehr teuer bei nicht bewiesener Heilwirkung
 
 
 
                   
        

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Modewort mit wahrem Kern: Brainfood

Auch von „Brainfood“ spricht die Lifestyle-Presse gern, meistens im Zusammenhang mit Lebensmitteln, die reich an B-Vitaminen, Folsäure und wertvollen ungesättigten Fettsäuren sind. Im Gegensatz zu „Superfood“ ist „Brainfood“ unumstritten: Die richtige Ernährung kann tatsächlich einen wichtigen Beitrag zur Funktion des Gehirnstoffwechsels leisten. Hand in Hand spielen Omega-3-Fettsäuren, Eiweiße und Vitamine, Mineralstoffe sowie Spurenelemente eine wichtige Rolle bei der Übertragung von Signalen zwischen den Nervenzellen. Und nicht nur die tägliche geistige Leistungsfähigkeit wird durch die Ernährung unterstützt, sondern wohl auch die künftige geistige Fitness. Zwei große Untersuchungen mit fast 30.000 Teilnehmern aus 40 Ländern bestätigen jetzt in Kanada, „dass gesunde Essgewohnheiten das Risiko kognitiver Einschränkungen und demenzieller Erkrankungen im Alter tatsächlich verringern können“ (Professor Dr. Agnes Flöel, Deutsche Gesellschaft für Neurologie). Als „gesund“ bezeichnet die Studie dabei eine Ernährung mit viel Obst, Gemüse, Nüssen, Eiweiß aus Soja und mehr Fisch als Fleisch. 


Tipps für tägliche Gehirnnahrung

  • Wichtige Omega 3-Fettsäuren liefern vor allem Leinöl oder Walnussöl, fettreicher Fisch, Walnüsse und Trockenfrüchte.
  • Eiweißbausteine wirken als Botenstoffe für den Informationsfluss; gute Quellen sind Fisch, mageres Fleisch und magere Milchprodukte, vor allem aber Hülsenfrüchte, Vollkorngetreide und Nüsse
  • Beeren enthalten Pflanzenstoffe, die laut US-amerikanischer Forscher die Gehirnleistung nachweislich verbessern.
  • Komplexe Kohlenhydrate aus Vollkornprodukten, Kartoffeln, Gemüse und Obst stellen eine gleichmäßig hohe Energieversorgung sicher und fördern die Konzentration.
  • Grünes Gemüse, vor allem Brokkoli, enthält ideale Kombinationen von Mikronährstoffen für Energieversorgung und Zellschutz.
  • Banane und Avocado mit einem hohen Gehalt von Vitamin B, Magnesium, Kalium und Phosphor stehen oben auf der Hitliste der Gehirnnahrung.
  • Außerdem: Viel trinken, etwa 1,5 Liter Wasser oder ungesüßte Tees empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung.
Fazit: Gesunde Ernährung kann ganz einfach sein. Die wichtigsten Regeln in Kürze: Obst, Gemüse, Wasser, Vollkorn, wenig Fleisch, gutes Fett

Nutzen Sie unsere Checkliste und trinken Sie richtig über den Tag verteilt.

Checkliste „Richtig trinken“ (pdf, 201 KB)

Die richtige Ernährung bei Onkologie ist in jedem Jahr auch das Thema des Tages der gesunden Ernährung. Der Faktor Ernährung spielt sowohl bei der Entstehung als auch während und nach einer Tumortherapie eine wichtige Rolle. Eine gesunde Lebensweise mit der richtigen Kost kann ungewollte Nebenwirkungen mildern und sich positiv auf das allgemeine Wohlbefinden auswirken. Die unterstützende Ernährungsberatung ist daher ein wichtiger Bestandteil in der Therapie. Mit dem Tag der gesunden Ernährung möchte der Verband für Ernährung und Diätetik (VFED) für dieses Thema sensibilisieren.

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