Alle naselang verschnupft? Diese Hausmittel helfen gegen Schnupfen!

Verschnupft? Gesundheit! So machen Sie sich und Ihre Nase winterfit

Kitzeln in der Nase, häufiges Niesen, gerötete und tränende Augen, geschwollene Nasenschleimhäute, kaum noch etwas schmecken? Das riecht eindeutig nach Schnupfen (medizinisch: Rhinitis). Wenn man denn bloß noch etwas riechen könnte…



All diese Symptome – erst recht dann, wenn sie gemeinsam auftreten – sind ein Hinweis auf einen sogenannten „banalen Schnupfen“. Besonders in der kalten Jahreszeit liegt diese Diagnose nahe.

Mit der Bezeichnung „banal“ wird diese Art des Schnupfens (medizinisch: Rhinitis) gegen andere Formen abgegrenzt – zum Beispiel gegen solche als Folge von Allergien oder Nasennebenhöhlenentzündungen.
Doch auch die eher harmlose Variante des Schnupfens beschert Betroffenen einige unangenehme Tage.


Die kalten Monate: Hochsaison für Schnupfenviren

„Wo habe ich mir das bloß eingefangen?“ Diese Frage begleitet oft schon den ersten Nieser und ist gar nicht so leicht zu beantworten. Denn gerade die kalte Jahreszeit öffnet dem Schnupfen Tür, Tor und Nasenflügel und steckt voller Infektionsquellen.

Banaler Schnupfen wird meist durch Rhinoviren ausgelöst, die in den Atemtrakt gelangen. Unter normalen Umständen bilden die Nasenschleimhäute eine natürliche Barriere. Doch im Herbst und Winter werden sie häufig kalt erwischt. Weil sie durch die kühle und relativ trockene Luft nicht feucht genug bleiben und abwehrschwach werden. Das Klima in geheizten, wenig gelüfteten Räumen belastet sie zusätzlich.

Hervorragende Voraussetzungen also für eine erfolgreiche Attacke der Rhinoviren. Und schon heißt es „Hatschi!!“ Denn Rhinoviren sind hochinfektiös – und übertragen sich zudem bereitwilligst auf Mitmenschen. Übrigens nicht nur durch Tröpfchen-, sondern auch durch Schmierinfektion. Bei einer Schmierinfektion werden die Krankheitserreger indirekt durch Berühren „infizierter“ Gegenstände übertragen – etwa eine Türklinke, eine Haltestange im Bus, ein Handtuch, eine Autolenkrad oder Geldscheine.

Wie kann man sich gegen diesen massiven Angriff schützen? Zum Glück mit einer ganzen Reihe wirkungsvoller Maßnahmen.

Dem Schnupfen eine lange Nase machen: Wirksame Gegenmittel

Am besten entkommen Sie dem Schnupfen, wenn Sie die Viren auf Abstand halten. Vorbeugung durch starke Abwehrkräfte ist die wirksamste Medizin. Denn wer ein starkes Immunsystem hat, erkrankt deutlich seltener an einer Erkältung.

Starten Sie also rechtzeitig ein starkes Fitnessprogramm für Ihre winterlichen Abwehrkräfte:
  • Auch wenn die Temperaturen ungemütlich sind: Treiben Sie möglichst häufig Sport an der frischen Luft. Das macht Sie insgesamt vitaler und widerstandsfähiger. Aber bitte nicht überfordern, denn übermäßige Belastung bewirkt das Gegenteil: sie schwächt Ihre Abwehrkräfte.
  • Sorgen Sie für ausreichende Luftfeuchtigkeit in den Arbeits- und Wohnräumen und nehmen Sie genügend Flüssigkeit zu sich, damit Ihre Atemwege nicht austrocknen.
  • Gönnen Sie sich in der kalten Jahreszeit tagsüber ein paar Ruhephasen mehr als üblich. Dadurch vermeiden Sie übermäßigen Stress, der auch Ihr Immunsystem zermürbt. Und machen Sie die Nacht nicht zum Tage, denn nur im Schlaf kann der Körper regenerieren.
  • Trainieren Sie die körpereigene Regulation bei Kältereizen und starken Temperaturschwankungen. Dafür ist die Sauna hervorragend geeignet. Wer regelmäßig sauniert, erkrankt weit seltener an Erkältungen. Aber Vorsicht: Wenn der Schnupfen bereits da ist, sollte die Sauna gemieden werden. Ebenfalls geeignet sind Wechselduschen, Trockenbürsten, wechselkalte Bäder und Wassertreten.
  • Denken Sie auch an die Übertragung durch Schmierinfektion. Waschen Sie sich häufiger die Hände und verzichten Sie während der Schnupfensaison lieber einmal auf herzliche Umarmungen, Küsschen-links-Küsschen-rechts und Händeschütteln.
  • Meiden Sie wenn möglich Situationen, in denen viele Menschen auf engem Raum zusammenkommen. Vielleicht lassen sich ja kurze Bus- und Straßenbahnfahrten gegen einen gesunden Fußmarsch an frischer Luft austauschen.
  • Und ganz besonders: Achten Sie auf eine ausgewogene, vitaminreiche Ernährung. Wichtig sind vor allem Vitamin C (zum Beispiel in Südfrüchten, Paprika, Kartoffeln, Sauerkraut), essentielle Fettsäuren (zum Beispiel in Pflanzenölen oder fettem Seefisch) und Mineralstoffe, wie Selen und Zink (in Eigelb, Hefe oder Milch)
  • Weitere Hausmittel zu Schnupfen und anderen Erkältungskrankheiten finden Sie hier in unserem Hausmittel-Lexikon.


Vitaminpräparate: Gesunde Ergänzung oder überflüssig?

Manch einer setzt auf nahrungsergänzende Vitaminpräparate zur vorbeugenden Stärkung der Abwehrkräfte. Sinn oder Unsinn dieser zusätzlichen „Vitaminspritzen“ sind meist eine Glaubensfrage. Aus wissenschaftlicher Sicht reicht die natürliche Vitamin- und Mineralstoffzufuhr eines sich durchschnittlich gesund und vielseitig ernährenden Menschen völlig, um das Immunsystem zu versorgen. Ausnahmesituationen sind bestimmte Krankheiten und Ernährungsstörungen.

Schon gar nicht sind Ergänzungspräparate ein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung. Kein industriell hergestelltes Mittel kann nämlich den natürlichen „Cocktail“ aus Vitaminen, Mineralstoffen und sonstigen immunstärkenden Bestandteilen echter Lebensmitteln nachahmen. Kein Wunder, denn die komplizierten und sich gegenseitig fördernden Wechselwirkungen sind bis heute nicht ansatzweise erforscht.
Ausreichend Obst und Gemüse sind deshalb garantiert wirkungsvoller als das bunteste Nahrungsergänzungsmittel. Außerdem kann die Überdosierung mit bestimmten isolierten Vitaminen und Mineralstoffen sogar zu gesundheitlichen Nachteilen führen.
Das sind auch die guten Gründe dafür, dass die Krankenversicherungen und Krankenkassen die Kosten für Nahrungsergänzungsmittel generell nicht übernehmen. Ausnahmen für Vitaminpräparate werden lediglich bei ärztlicher Verordnung unter bestimmten medizinischen Voraussetzungen gemacht.


Kalt erwischt worden: Was tun, wenn der Schnupfen da ist?

Den banalen Schnupfen als viralen Infekt der Atemwege kann man nicht ursächlich behandeln, da die Viren auf verabreichte Mittel nicht reagieren. Was bleibt, ist das Lindern der Symptome. Das klappt zum Glück recht gut. Hier die besten Tipps, wenn Sie die Nase voll haben.

  • Generell ist es wichtig, die Nasenschleimhäute feucht und das Nasensekret flüssig zu halten, deshalb:
  • Viel trinken, am besten Wasser oder warme Kräuter- und Früchtetees. Das hilft den Schleimhäuten, nicht auszutrocknen.
  • Bäder mit ätherischen Ölen beruhigen die Schleimhäute der Atemwege und wirken wohltuend auch gegen Begleiterscheinungen der Erkältung, etwa Gliederschmerzen.
  • Gönnen Sie sich ein Kopfbad und inhalieren Sie heißen Wasserdampf mit Zusätzen, zum Beispiel Salz oder Kamille. Das befeuchtet die Nasenschleimhäute, löst fest sitzendes Sekret und wirkt – je nach Zusatz – desinfizierend.
  • Auch Fußbäder mit nach und nach steigender Temperatur sind hilfreich, da sie die Durchblutung der oberen Atemwege fördern.
  • Laut amerikanischen Forschern hilft das Hausmittel Hühnersuppe tatsächlich. Die Inhaltsstoffe der Hühnersuppe wirken offensichtlich antibakteriell und hemmen Infekte der oberen Atemwege. Die Untersuchungen haben außerdem gezeigt, dass nur selbst gekochte Hühnersuppe hilft. Fertigprodukte wirken dagegen so gut wie gar nicht.
  • Nasenspülungen mit einer 0,2-prozentigen Salzwasserlösung lassen die Schleimhäute abschwellen. Sie sind Nasentropfen oder -sprays aus der Apotheke vorzuziehen, da diese die Schleimhäute schon nach wenigen Anwendungen austrocknen lassen.
  • Auch der ganz banale Schnupfen zehrt an den Kräften. Schalten Sie also für ein paar Tage einen Gang zurück und entlasten Sie damit Ihr Immunsystem.

Bei Schnupfen unbedingt zum Arzt?

Der Volksmund weiß: Ein Schnupfen dauert behandelt sieben Tage, unbehandelt eine Woche. Auch der beste Arzt wird diese Zeit kaum verkürzen können – jedenfalls dann, wenn der Schnupfen virenbedingt ist. Doch Vorsicht: Behalten Sie im Blick, ob der virale Schnupfen sich in einen bakteriellen verändert. Das erkennt man am gelblich-grünen statt des klaren Nasensekrets. Wenn außerdem noch Fieber und ein allgemeines Krankheitsgefühl hinzukommen, oder gar Klopfschmerz in den Nasennebenhöhlen, ist dringend ein Praxisbesuch angezeigt. Ihr Arzt wird dann entscheiden, mit welchen Medikamenten die bakterielle Infektion zu bekämpfen ist – Hausmittel reichen dann nämlich häufig nicht mehr.

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