Lust auf sportliche Herausforderungen?

Action bitte! Von Unfallgefahren bis Unfallvermeidung


Aktive Sportarten mit Adrenalinkick sind gefragt wie nie. Immer mehr Menschen wünschen sich echte Herausforderungen für ihre Freizeit. Das Risiko fährt mit ins Wochenende, wer an Sicherheit denkt, liegt voll im Trend.

Trendforscher erklären das Phänomen der Aktivsportarten weniger mit der Lust auf Thrill als mit einem neuen Freiheitsdrang: „Sport in ungewöhnlichen Umgebungen ist angesagt. Der Trend geht nicht zur Bewegung in vorgegeben Bahnen, sondern in so genannten off-off-locations“, sagt Peter Wippermann, Trendbüro Hamburg. Der Boom hält an: Zukunftsforscher Matthias Horx sieht eine zunehmende „Flucht der Städter hin zum Naturerlebnis. Die Sehnsucht nach Outdoor-Erlebnissen im städtischen Alltag ist groß.“

Der Outdoor-Markt spiegelt diese Prognose wider: Seit 2003 verzeichnete die Branche einen kontinuierlichen Zuwachs. Rund ein Fünftel des Sportmarktes beherrschen die neuen Outdoor-Trends, dagegen nimmt sich Fußball mit einem Anteil von 10 Prozent bescheiden aus (Quelle Intersport). Frauen beteiligen sich übrigens immer stärker an den Aktivsportarten: Um 13 Prozent steigerte die Outdoorindustrie bereits 2005 ihren Umsatz mit speziellen Frauenprodukten, und zum Beispiel sind 40 Prozent aller Kletterer weiblich.

„Surffeeling pur mit sattem Speed“, das neue Vokabular der Wintersportler zeigt schon, wo es heute lang geht. Auf normalen Brettern will kaum noch einer stehen. Ende der 1980er Jahre wurden weltweit rund zehn Millionen Paar Ski jährlich verkauft, heute sind es gerade einmal 3,2 Millionen. Der Megatrend zum Actionsport begann vor rund 20 Jahren mit dem Erfolg des Snowboards, rund 80.000 der bunten Spaßbretter werden in Deutschland jährlich verkauft. Mittlerweile kehrt der Trend auf die Ski zurück, allerdings unter besonderen Bedingungen: Gefragt sind sogenannte Freeride-Ski für spektakuläre Aktionen im Tiefschnee, der sich in Fankreisen „Powder“ nennt.

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Erlebnisse mit Herausforderung

Trekking

Trekking, Klettern, Kite-Surfen, Skibergsteigen und Freeriding sind die Hits der Aktivsportarten.
Trekking im eigentlichen Sinne bezeichnet das Zurücklegen einer längeren Strecke über einen längeren Zeitraum und unter weitgehendem Verzicht auf vorhandene Infrastruktur. Mittlerweile ist Trekking aber vom Backpacker-Abenteuer zum Aktivsport für Normalbürger geworden: Nicht nur im Himalaya, sondern auch in deutschen Mittelgebirgen und europäischen Nationalparks finden anspruchsvolle Touren immer mehr Zuspruch. 34 Millionen Deutsche (Institut für Demoskopie Allensbach) machen sich auf die Beine, das Durchschnittsalter liegt nach einer Befragung der Deutschen Sporthochschule Köln bei 42 Jahren.


Klettern

Klettern hat sich vom einstigen Gebirgssport harter Burschen in einen Trendsport der Körperbeherrschung gewandelt. Beteiligt an dieser Entwicklung sind die überdachten Erlebniswelten, die wie Pilze aus dem Boden schießen – rund 350 Kletteranlagen gibt es in Deutschland. Die populärste Form derzeit ist das Freiklettern (Freeclimbing), das nur den Fels und den eigenen Körper zur Fortbewegung nutzt – technische Hilfen dienen allein der Sicherung. Technische Kletterer benutzen die Hilfsmittel auch direkt zum Aufstieg, mit zunehmender Perfektion des Equipments hat diese Art des Kletterns für viele Sportler allerdings den ursprünglichen Reiz verloren.

Sportklettern ist eine Variante des Freikletterns, die in Kletteranlagen praktiziert wird. Die Routen sind hier meist kürzer, dafür aber schwieriger als im freien Gelände. 100.000 Kletterer sind in Vereinen organisiert, insgesamt sind um die 200.000 in den Steilwänden aktiv, die meisten zwischen 20 und 39 Jahren. Der hohe Anteil von Frauen unter den Fans hat damit zu tun, dass beim Klettern weniger aggressive Kraft gefragt ist als vielmehr ästhetische Körperbeherrschung in der Wand. „Statt als Risikosportart wird Klettern unterdessen als Funsport mit positiven körperlichen Auswirkungen gesehen.“ (Klaus Wellmann, Messe Friedrichshafen, OutDoor Messe 2011)


Kitesurfen und Kiteboarden

Kitesurfen oder auch Kiteboarden ist ein junger Trendsport, der erst in den letzten Jahren vor allem in der Altersklasse zwischen 15 und 25 beliebt wurde. Etwa 500.000 Menschen weltweit betreiben nach Schätzungen von Experten den aufsehenerregenden Wassersport: Von einem „Kite“ (Lenkdrachen) lässt man sich auf einem Board durchs Wasser ziehen, um dabei möglichst spektakuläre Sprünge zu absolvieren.

Die Geschwindigkeitsrekorde beim Kitesurfen liegen um die 100 km/h, der längste bewiesene Sprung dauerte 22 Sekunden, zu den Distanzrekorden gehört die Überquerung der 240 km langen Bass-Straße von Tasmanien nach Australien in 9 Stunden und 30 Minuten – übrigens von einer Frau aufgestellt. Noch ist der schnelle Drachensport auf dem Wasser eine Domäne der Männer. Es ist aber abzusehen, dass Frauen aufholen werden, denn vor allem Gleichgewicht und Fingerspitzengefühl brillieren auf dem Board.


Skibergsteigen und Freeriding

Skibergsteigen und Freeriding sind die neuen Wintersporttrends. Auch im Schnee geht die Tendenz zu unmittelbaren Naturerlebnissen. Unter Skibergsteigen oder Hike & Ride versteht man das Besteigen von Bergen auf Skiern und die Talfahrt abseits präparierter Pisten. Aktuell sollen sich rund 300.000 Alpinisten regelmäßig die Tourenski anlegen – Tendenz steigend, mit rund 67 Prozent sind die Männer bei dieser Sportart etwas stärker als Frauen vertreten.

Tiefschnee ist auch das liebste Element der Freerider: Auf sogenannten TwinTips, vorne und hinten hoch gebogenen Ski, kann man rückwärts fahren, über sogenannte „Obstacles“ (Hindernisse) gleiten oder über Cliffs (Felsen) springen und eindrucksvolle Tricks vollführen. Alternativ zum „Big Mountain Skiing“ im unberührten Schnee werden in Skigebieten immer häufiger spezielle Funparks für die Freerider angelegt. Noch sieht man hier in der Hauptsache Männer im Alter von deutlich unter 40 Jahren.


Erlebnis contra Risiko

Jede aktive Sportart bringt Risiko mit sich, die größte Gefahr lauert immer in der falschen Einschätzung der eigenen Fähigkeiten. Interessant ist, dass im Vergleich innerhalb derselben Sportart das Verletzungsrisiko für Männer doppelt so hoch ist wie für Frauen, besonders um das 20. Lebensjahr herum.


Informieren Sie sich hier über die wichtigsten Unfallgefahren und Empfehlungen zur Unfallvermeidung

Sportart
Typische Unfallgefahren und Tipps zur Unfallvermeidung
 
 
Trekking
Beim Trekking beträgt der Anteil an gesundheitlichen Zwischenfällen nur etwa 0,1 Prozent. Das Risiko ist hier aber selbstverständlich abhängig vom Tourenziel und nimmt mit der Höhenlage zu.

Generell ist ein guter Ausdauertrainingszustand wichtig, empfehlenswert sind längerfristige Ausdauerbelastungen wie z.B. Joggen, Radfahren oder Skilanglauf sowie Bergläufe (Deutsche Gesellschaft für Berg- und Expeditionsmedizin).
Klettern
Insbesondere beim Sportklettern an guten abgesicherten Routen ist die Anzahl der schweren Unfälle gering: 0,6 Prozent Risiko weisen Statistiken beim Indoorklettern pro Sportler und Jahr aus. Selbst beim Freiklettern im Gelände sind Unfälle selten, die meisten Verletzungen entstehen beim Zustieg zum Fels etwa durch Steinschlag.

Die Hauptgefahrenquelle beim Klettern ist Selbstüberschätzung und mangelnde Kondition. Unter dem Motto „sicher klettern“ bietet der Deutsche Alpenverein umfangreiche Informationen und Trainings an.
Kitesurfen
Kitesurfen gehört zu den Actionsportarten mit dem größten Gefahrenpotential. „Kitesurfing ist spektakulär anzusehen, kann aber auch spektakuläre Verletzungen hervorrufen”, sagt Sportmediziner Dr. Christian Hensler, Ortenau Klinikum. „Die Kitesurfer werden bei ihren Sprüngen mehrere Meter in die Luft gezogen, da ist volle Körperbeherrschung gefragt.“

Ein intensiver Vorbereitungskurs und die richtige Ausrüstung sind Pflicht. Erst in den letzten Jahren haben sich die Sicherheitsstandards der Kite-Hersteller stark verbessert, Experten raten daher ab, Kite-Systeme zu benutzen, die vor dem Jahr 2006 auf den Markt gekommen sind.
Wintersport
Die Zahl der Verletzungen im Wintersport geht seit Jahren zurück. Von Unfällen betroffen werden nur etwa 0,7 Prozent von den vielen Millionen Skisportlern in Europa. Das ist auch auf ein gestiegenes Sicherheitsbewusstsein zurückzuführen: Von 2009 auf 2010 ist die Zahl der verkauften Helme von rund 800.000 Helmen auf über eine Million gestiegen. 60 Prozent der Erwachsenen und 80 Prozent der Kinder tragen einen Helm.

Das Risiko lässt sich auch durch ein gezieltes Fitnesstraining verringern: „Mindestens zwei Monate sollte man vor alpinem Skisport Koordination, Kraft und Ausdauer trainieren, denn etwa 70 Prozent der Skiunfälle kommen durch Fehlverhalten aufgrund von Konditionsschwächen zustande. (Ärztezeitung 2011)

Die verschiedenen alpinen Wintersportarten (Skifahren, Snowboarden, Freestyle, Snowboarding etc.) sind laut Unfallstatistik des DSV (Deutscher Skiverband) nicht prinzipiell verschieden gefährlich. Allerdings bringen die Trends zum Skifahren abseits der gesicherten Pisten neue Gefahren, insbesondere das Lawinenrisiko mit sich – hier ist neben dem Können ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein gefordert.

Sportmediziner stellen drei goldene Regeln für die Sicherheit beim aktiven Sport auf:

  • qualitativ hochwertige Ausrüstung
  • Erlernen und Training der richtigen Technik
  • richtige Einschätzung von Kondition und Fähigkeiten
Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann die Risiken von aktiven Sportarten nur im Allgemeinen behandeln und ersetzt nicht gezielte Information und medizinische Beratung.

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