Regionale Unwetter in Deutschland - Was ist im Schadenfall zu tun? 

AXA Pressemitteilung

AXA Science Talk zeigt wissenschaftliche Perspektiven auf Extremwetterereignisse auf

  • Am 11. März fand der erste AXA Science Talk zum Thema Extremwetter statt. Die Aufzeichnung ist online verfügbar. Im Jahr 2021 folgen drei weitere Veranstaltungen mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten.
  • Prof. Dr. Dagmar Haase, Professorin für Landschaftsökologie an der Humboldt-Universität zu Berlin und Gastwissenschaftlerin am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ, Prof. Dr. Joaquim Pinto, Meteorologe am Karlsruher Institut für Technologie und Dr. Marco Springmann, Senior Researcher im Nuffield Department of Population Health an der University of Oxford präsentierten live ihre Forschungsergebnisse und diskutierten mit Alexander Vollert und dem Publikum
  • Extreme Wetterlagen werden häufiger und nehmen an Intensität zu. Der Klimawandel spielt eine entscheidende Rolle.
  • Alltagsnahe Lösungsstrategien zur Bekämpfung des Klimawandels durch jeden Einzelnen bestehen schon heute.

Unwetter, Hitzewellen, Starkregen, Überschwemmungen – Extremwetterereignisse nehmen zu, sowohl in ihrer Anzahl als auch in ihrer Intensität. Das bestätigte auch Alexander Vollert, CEO bei AXA in Deutschland, beim ersten AXA Science Talk am 11. März in Köln. AXA hatte zu einem Online-Event eingeladen, in dem drei Klima-Forscher, deren Forschung durch den AXA Research Fund gefördert wird, ihre Perspektive auf Extremwetter und Klimaveränderungen präsentierten.

„Auch wenn ich mich persönlich über warme Sonnenstrahlen im Sommer freue und sie genieße, muss ich mich beruflich für kühlere Sommer begeistern“, führte Alexander Vollert die Versicherungsperspektive ein. 
 
Der Versicherer begeht im Jahr 2021 das AXA Science Year und schafft mit dem Talkformat eine wissenschaftlich fundierte Diskursplattform zu gesellschaftlich relevanten Themen, die auch die Versicherungsbranche umtreiben. Auch wenn Extremwetterereignisse fast schon zum Alltag der medialen Berichterstattung gehören, gibt es auch solche Stürme, die besonders im Gedächtnis bleiben. Oft liegt das an sogenannten Sturmfamilien. Das sind mehrere Unwetter, die in zeitlich enger Taktung nacheinander dieselbe Region treffen. Prof. Dr. Joaquim Pinto, Meteorologe am Karlsruher Institut für Technologie, machte das am Winter 2013/14 fest, als viele Stürme erhebliche Schäden in Großbritannien verursachten.

„Zwei bis drei heftige Windstürme im Jahr sind vollkommen normal. Wenn in einem Winter 37 Tiefdruckgebiete hintereinander über ein Land hinwegziehen und ausregnen, werden große Gebiete zu Seenlandschaften“, schilderte Pinto die Auswirkungen der Stürme im Winter 2013/14.

Die landschaftsökologische Perspektive nahm Dr. Dagmar Haase, Professorin an der Humboldt-Universität zu Berlin, ein. Sie erklärt, dass grüne Infrastrukturen besonders in Städten notwendig seien, um Hitze und Trockenheit entgegenzuwirken. 

„Wir sollten bei Neubebauungen einen flächendeckenden Grünteppich unbedingt erhalten. Das Klima wandelt sich und die Natur ist ein Anzeiger dafür, aber sie braucht auch Zeit, um zu lernen und sich anzupassen“, statuierte Haase in ihrem Vortrag.

Auf Brachflächen würden immer mehr Pflanzen und Bäume auftauchen, die der neuen Trockenheit strotzen können. Langfristig werde es in Deutschland weniger Eichen und Fichten aber dafür möglicherweise mehr Ginkos oder französischen Ahorn geben.

Aus ernährungswissenschaftlicher Sicht berichtete Dr. Marco Springmann, der im Nuffield Department of Population Health an der University of Oxford forscht. Er plädierte für eine hauptsächlich pflanzliche Ernährungsweise, die nicht nur gesünder, sondern auch klimafreundlicher sei.

„Mit einer ausbalancierten Ernährung kann jeder einzelne einen Beitrag fürs Klima leisten. Um global nachhaltig zu essen, sollte nicht mehr als einmal pro Woche rotes Fleisch, nicht mehr als jeweils zweimal pro Woche Geflügel oder Fisch, und mindestens zwei Tage die Woche vegetarisch oder vegan gegessen werden“, erklärte Springmann in seinem Kurzvortrag.

Ein Drittel aller Treibhausemissionen werde durch die Ernährung verursacht. So brauche beispielsweise eine Kuh, um ein Kilogramm Fleisch anzusetzen bis zu 50 Kilogramm Futterpflanzen, die mit Lachgas-emittierenden Düngemitteln behandelt würden.

In einer abschließenden Fragerunde wurden Fragen aus dem Publikum aufgegriffen. Moderiert wurde die Veranstaltung von Alina Schadwinkel, leitende Onlineredakteurin bei Spektrum der Wissenschaft. Eine Aufzeichnung der Veranstaltung kann hier abgerufen werden.


Über den AXA Science Talk:

Jedes Quartal laden wir bei AXA in Zusammenarbeit mit dem AXA Research Fund ausgewählte Wissenschaftler zum AXA Science Talk ein. Science Talk heißt: Kurzvorträge zu einem übergeordneten Thema mit anschließender Diskussionsrunde, an der Sie sich online beteiligen können.

Moderiert werden die Veranstaltungen von Alina Schadwinkel, leitende Redakteurin bei Spektrum der Wissenschaft. Das aktuelle Thema, Termine und Teilnahmelinks können Sie sich hier abrufen. Wir freuen uns auf Sie und Ihre Stimme im AXA Science Talk!

Weitere Informationen zum AXA Science Talk.


Über den AXA Research Fund:

Der AXA Research Fund steht für die Überzeugung, dass die Wissenschaft eine entscheidende Rolle bei der Beantwortung der wichtigsten Fragen unseres Planeten spielt. Die wissenschaftliche Initiative von AXA hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Wissenschaft zu unterstützen, zum gesellschaftlichen Fortschritt beizutragen und Forscher zu ermutigen, ihre Arbeit mit einer größeren Öffentlichkeit zu teilen. So konnten seit ihrer Gründung im Jahr 2007 bereits rund 650 Forschungsprojekte in 36 Ländern gefördert werden.

Weitere Informationen zum AXA Research Fund.

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Daniela BEHRENS

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